Wie läuft eine Leckortung Schritt für Schritt ab – vom Anruf bis zum Prüfbericht?
Ein Wasserschaden kommt meist unerwartet. Oft ist zwar Feuchtigkeit sichtbar, die eigentliche Ursache bleibt jedoch unklar. Genau hier beginnt die Arbeit einer professionellen Leckortung.
Doch wie läuft eine Leckortung eigentlich ab? Was passiert nach dem ersten Anruf? Und welche Schritte folgen bis zur Übergabe des Prüfberichts?
Dieser Artikel zeigt den typischen Ablauf bei Die Leckorter – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur fertigen Dokumentation.
Schritt 1: Schaden melden
Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme.
Diese erfolgt entweder telefonisch über das Office oder über das Schaden-melden-Formular auf der Website.
Bereits bei der Erstmeldung werden wichtige Informationen aufgenommen:
- Wo ist der Schaden sichtbar?
- Seit wann besteht das Problem?
- Gibt es einen aktiven Wasseraustritt?
- Welche Bereiche sind betroffen?
Anhand dieser Informationen kann die Situation vorab eingeschätzt und die weitere Vorgehensweise geplant werden.
Schritt 2: Erste Einschätzung und Sofortmaßnahmen
Nicht jeder Schadenfall ist gleich.
Deshalb erfolgt bereits beim Erstkontakt eine erste fachliche Einschätzung der Situation. Dabei wird besprochen, wie sich der Schaden aktuell zeigt und ob Sofortmaßnahmen sinnvoll sind.
Je nach Situation kann empfohlen werden:
- betroffene Leitungen abzusperren
- weitere Wasserzufuhr zu stoppen
- gefährdete Bereiche zu sichern
- Veränderungen bis zum Termin zu dokumentieren
Ziel ist es, den Schaden bis zum Einsatz vor Ort möglichst stabil zu halten.
Schritt 3: Terminvereinbarung
Nach der ersten Einschätzung wird der Termin für die unabhängige Leckortung vereinbart.
Dabei wird berücksichtigt:
- Dringlichkeit des Schadenfalls
- Erreichbarkeit des Objekts
- Verfügbarkeit der betroffenen Personen
So kann der Einsatz zielgerichtet vorbereitet werden.
Schritt 4: Inaugenscheinnahme vor Ort
Beim Termin verschafft sich der Techniker zunächst ein genaues Bild der Situation.
Dabei werden die sichtbaren Schadenstellen sowie angrenzende Bereiche geprüft.
Wichtige Fragen sind:
- Wo zeigt sich Feuchtigkeit?
- Welche Leitungen kommen als Ursache infrage?
- Welche Bauteile könnten betroffen sein?
Diese erste Analyse bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte.
Schritt 5: Feuchtemessung
Anschließend erfolgt die Feuchtemessung.
Dabei wird geprüft:
- welche Bereiche tatsächlich betroffen sind
- wie weit sich Feuchtigkeit ausgebreitet hat
- welche Bauteile untersucht werden müssen
Die Messung hilft dabei, den Schaden einzugrenzen und die weiteren Untersuchungen gezielt auszurichten.
Schritt 6: Einsatz der passenden Messtechnik
Nicht jeder Schadenfall benötigt dieselben Verfahren.
Deshalb wird die Messtechnik immer situationsbedingt ausgewählt.
Ziel ist es, die Ursache möglichst gezielt und nachvollziehbar zu lokalisieren.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Anzahl der eingesetzten Verfahren, sondern die Frage:
Woher kommt das Wasser tatsächlich?
Schritt 7: Identifikation der Schadenursache
Nun folgt der wichtigste Schritt der Leckortung.
Die Ursache wird eingegrenzt und möglichst präzise lokalisiert.
Dabei wird nicht nur festgestellt, wo Feuchtigkeit sichtbar ist, sondern warum sie entstanden ist.
Genau dieses Prinzip unterscheidet die Leckortung von einer reinen Schadenaufnahme:
Ursache vor Maßnahme.
Schritt 8: Freilegung oder Notabdichtung
Wenn notwendig, kann die Schadenstelle gezielt freigelegt werden.
Bei aktivem Wasseraustritt kann außerdem eine Notabdichtung erfolgen, um den Schaden in der zeitkritischen Phase einzudämmen.
Dabei gilt stets:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Schritt 9: Foto- und Videodokumentation
Während des gesamten Einsatzes erfolgt eine ausführliche Dokumentation.
Dazu gehören:
- Fotos der Schadenstelle
- Bilder der Messergebnisse
- Dokumentation der Ursache
- bei Bedarf Videodokumentationen
Die Aufbereitung erfolgt so, dass auch Personen ohne technische Vorkenntnisse die Ergebnisse nachvollziehen können.
Schritt 10: Übergabe des Prüfberichts
Nach Abschluss der Leckortung erhalten Auftraggeber einen detaillierten Prüfbericht.
Dieser enthält unter anderem:
- Beschreibung der Schadenursache
- relevante Messergebnisse
- Foto- und Videodokumentation
- Empfehlungen für weitere Schritte
Der Bericht dient als Grundlage für Eigentümer, Hausverwaltungen, Versicherungen und Folgegewerke.
Was passiert nach der Leckortung?
Auf Wunsch endet die Unterstützung nicht mit dem Prüfbericht.
Die Leckorter können auch bei der Koordination weiterer Schritte unterstützen.
Über bewährte Partnerfirmen können beispielsweise Reparaturen oder Wiederherstellungsarbeiten organisiert werden.
So entsteht ein klar strukturierter Ablauf vom ersten Anruf bis zur weiteren Bearbeitung des Schadenfalls.
Fazit
Eine professionelle Leckortung besteht aus deutlich mehr als nur einer technischen Messung.
Vom Erstkontakt über die Analyse vor Ort bis zur detaillierten Dokumentation folgt jeder Schritt einem klaren Ziel: die Ursache des Schadenfalls nachvollziehbar zu identifizieren und eine fundierte Grundlage für die weiteren Entscheidungen zu schaffen.
So entsteht aus einer unklaren Situation Schritt für Schritt Klarheit.



